Familienbetten: das sind die häufigsten Mythen

Erholung, Ruhe und natürlich auch Schlaf sind äußerst wichtige Themen für junge Familien. Vor allem Mama und Papa müssen dafür eine gewichtige Entscheidung treffen, nämlich, ob es wirklich Sinn macht, wenn die ganze Familie in einem Familienbett schläft? Schließlich geht es auch um die Sicherheit des Kindes während der Nacht und wie sie ihren Nachwuchs besser im Blick haben. Säuglinge schlafen deshalb besser in einem Beistellbett statt mit den Eltern zusammen in einem Bett. Rund um das Familienbett ranken sich eine Vielzahl von Mythen, doch was ist da tatsächlich dran?

Ein Familienbett – was ist das?

Schläft die ganze Familie gemeinsam in einem Bett, wird dieses als Familienbett bezeichnet. Gegen diese Art des Schlafens gibt es auch einschlägige Vorurteile, die von den Gegnern immer wieder genannt werden. Diese gehen sogar so weit, zu behaupten, dass ein Familienbett gefährlich sei.

Bis ins ausgehende 20. Jahrhundert hinein war es aber völlig normal, dass die komplette Familie in einem Bett geschlafen hat. Immer mehr Menschen besinnen sich heute auf diese traditionelle Form des Schlafens, weil der gegenseitige Körperkontakt eine ruhige Umgebung und Sicherheit vermittelt. Und selbst die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass die Eltern in der unmittelbaren Umgebung ihres Kindes oder sogar auf einer gemeinsamen Schlafunterlage schlafen sollen.

Im Familienbett gibt es keine Privatsphäre

Die erste Zeit nach der Geburt des Babys stellt für die Eltern tatsächlich eine Herausforderung dar, weil sie kaum mehr Zeit für sich haben. Doch gerade nach der Geburt sollten sich die Eltern ausreichend Zeit für sich nehmen, die jedoch nicht unmittelbar auf das Familienbett ausgelagert werden muss.

Grundsätzlich muss jedes Kinder- und Familienbett gesichert werden, damit die Kleinen nicht herausfallen können. Diese Sicherung lässt sich mit Hilfe von Polstern und Sicherungselementen erreichen. Babys sollten keinesfalls zwischen den Eltern schlafen, sondern zwischen einem der Partner und einer Wand oder sonstigen Begrenzung.

Familienbetten – eine Gefahr für Neugeborene

Das dürfte vermutlich das größte Vorurteil gegenüber Familienbetten sein. Jedoch stellt das Gemeinschaftsbett keine Gefahr für das Kleinkind dar, wenn es ausreichend groß ist. Eine hervorragende Alternative für Kinder im Säuglingsalter stellen Beistellbetten dar, die ganz nah an das Bett der Eltern gezogen werden können.

Vor allem die Mütter geben dem Kleinkind durch ihre Berührungen zumindest unbewusst das Gefühl von Schutz und Geborgenheit. Zudem ist das Stillen einfacher. Als Alternative zum Beistellbett empfehlen Hebammen einen sogenannten Babybalkon, mit dem das Bett erweitert wird, sodass die ganze Familie mehr Platz hat. Zahlreiche Hersteller entwickeln mittlerweile Schlafsysteme, welche auf die Bedürfnisse von Familien abgestimmt sind.

Die Eltern können im Familienbett nicht durchschlafen

Der Grund dafür, dass die Eltern nicht durchschlafen können, liegt nicht selten darin, dass die Kinder nicht bei ihnen, sondern in einem anderen Zimmer schlafen. Denn sowohl Neugeborene als auch Babys haben einen ganz individuellen Schlafrhythmus und wachen nachts regelmäßig aus. Entweder, weil sie Hunger haben, die Windel voll ist oder sie von einem äußeren Reiz geweckt werden. Im Familienbett hingegen liegt das Kind direkt neben der Mama, die es störungsfrei beruhigen und stillen kann.

Durch das Familienbett wird die persönliche Freiheit eingeschränkt

Natürlich sollte kein Familienmitglied bei seinen Bedürfnissen zu kurz kommen. Deshalb sollte der familiäre Tagesrhythmus miteinander besprochen werden. Dann können die Eltern und das Kind auch harmonisch aufwachen und die gemeinsame Zeit am Morgen so richtig genießen.

Keine Tiere im Familienbett. Tiere haben unbeaufsichtigt grundsätzlich nichts im Zimmer eines Babys und erst recht nicht im gemeinsamen Bett zu suchen. Eltern würden damit ein unnötiges Risiko eingehen. Denn der Hund oder die Katze legen sich möglicherweise auf das Gesicht des Kindes, sodass dieses im schlimmsten Fall erstickt.

Die Kinder wollen immer mit den Eltern schlafen

Auch wenn sie die ersten Lebensjahre im Familienbett geschlafen haben, hegen Kinder früher oder später doch den Wunsch, in einem eigenen Zimmer zu schlafen.

Ist das Familienbett unhygienisch?

Jeder Mensch verliert während der Nacht reichlich Flüssigkeit. Es ist also wichtig, die komplette Bettware täglich auszulüften und regelmäßig zu reinigen. Wichtig ist außerdem die richtige Temperatur im Schlafraum, die bei etwa 18 Grad liegt. Denn mehrere Personen in einem Bett strahlen auch jede Menge Wärme aus.

Ist das Familienbett oder das Babybett die richtige Schlafumgebung?

Ganz gleich, ob sich die Eltern für in Babybett oder ein Familienbett entscheiden. Beides birgt keine Gefahr, zumindest, wenn für die richtige Schlafumgebung gesorgt ist. Dazu gehören die entsprechenden Sicherungselemente ebenso wie ein mit Kamera ausgestattetes Babyphone. Dann haben die Eltern ihre Kleinen nämlich jederzeit im Blick, wenn sie selbst nicht gerade im Schlafraum sind. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Kranke, übermüdete und alkoholisierte Menschen dürfen ebenso wenig zusammen mit einem Baby im Familienbett schlafen wie Raucher.

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